„Free Tours“: Warum faire Bezahlung kein Nice-to-have ist

Steuern

„Free Tours“ sind aus vielen Städten nicht mehr wegzudenken. Statt eines pauschalen Verbotsstatements habe ich dazu einen differenzierten Debattenbeitrag geschrieben: „’Free Tours‘ in Focus“. Darin würdigen wir, wie geschickt dieses Modell im Marketing ist – und benennen gleichzeitig klar, wo es hakt: fehlende finanzielle Transparenz, keine garantierte Bezahlung, und ein Preisbild, das Gästen suggeriert, gute Führungen kosten nichts.

Mir ist wichtig, hier nicht ideologisch zu werden. Free Tours haben viele Menschen für unseren Beruf begeistert, gerade jüngere Kolleg:innen. Aber ein Geschäftsmodell, das auf „Trinkgeld statt Honorar“ aufbaut, unterläuft am Ende genau die Professionalisierung, für die ich mich einsetze.

Wer als Guide arbeitet, sollte wissen, was seine Arbeit wert ist – und rechtlich wie wirtschaftlich sauber aufgestellt sein. Genau darum geht es auch in unserem Webinar Scheinselbstständigkeit im Tourismus, falls euch das Thema selbst betrifft.